Was ist ein Straßenhobel und welche Reifen benötigt er?
Ein Straßenhobel, in der Fachsprache auch Grader oder Motorgrader genannt, ist eine Baumaschine zum Planieren und Herstellen ebener Flächen im Straßenbau, im Wegebau und bei der Baustellenvorbereitung. Grader zählen zu den ältesten Maschinen im Erdbau: Der erste Grader wurde bereits 1876 von der Firma Champion gebaut und zunächst von Pferden gezogen. Der erste echte Motorgrader entstand 1921 bei der amerikanischen Rippel Corporation, der erste europäische Motorgrader folgte 1927 in Norwegen. Moderne Motorgrader tragen ihr Gewicht meist auf sechs Reifen, verteilt auf Vorderachse und angetriebene Tandemhinterachse. Diese Bauweise sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung, ruhigen Lauf und geringe Bodenverdichtung, ohne die notwendige Traktion zu vernachlässigen.
Einsatzbedingungen und Belastung von Graderreifen
Graderreifen arbeiten unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Während der eigentlichen Planierarbeit bewegt sich die Maschine nur langsam, muss dabei aber hohe Seitenkräfte und konstanten Druck auf den Untergrund übertragen. Bei der Fahrt zwischen Baustellen erreichen Motorgrader dagegen Transportgeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilometern pro Stunde. Karkasse und Profil der Trelleborg Graderreifen sind so ausgelegt, dass sie in beiden Situationen eine sichere Haftung und eine präzise Richtungsstabilität gewährleisten, auf Sand, Fels, Kies und Erde gleichermaßen.
Diagonalreifen und Radialreifen für Grader
Für Straßenhobel bietet Trelleborg zwei Bauarten an. Diagonalreifen besitzen eine überkreuzte Lagenstruktur, die den Reifen besonders robust und schnittfest macht, ein klarer Vorteil bei scharfkantigem Schotter und unbefestigten Baustellenflächen. Radialreifen verlaufen im rechten Winkel zur Fahrtrichtung, bieten dadurch eine größere Aufstandsfläche, einen geringeren Rollwiderstand und mehr Laufruhe bei längeren Transportfahrten. Das mehrflächige Profildesign sorgt in beiden Fällen für zuverlässigen Grip auf unterschiedlichstem Untergrund.
